Jeder Tierfreund ist darüber entsetzt, dass Haustiere vom Gesetzgeber wie Sachgegenstände behandelt werden. Dabei haben die meisten Menschen im sprachlichen Alltag keine Bedenken, sich selbst zu einem Gegenstand zu machen.
"Wo hast du geparkt?", fragt mich Henry, als wir mit unseren Einkäufen den Supermarkt verlassen. Ich deute auf die andere Straßenseite und sage: "Ich stehe gleich dahinten, vor dem weißen Lieferwagen!" Henry wirft mir einen kritischen Blick zu: "Im Augenblick steht du neben mir, mein Lieber, vor dem Eingang des Supermarktes." Ich verdrehe die Augen: "Also schön: Mein Wagen steht dahinten, Monsieur Erbsenzähler!" Henry lacht und sagt: "Du scheinst dein Auto wirklich zu lieben, wenn du dich derart mit ihm identifizierst." Während wir die Straße überqueren, erwidere ich: "Es ist ein völlig normaler Prozess der Umgangssprache, Dinge zu verkürzen. Statt 'Ich habe dort hinten geparkt' sagt man eben 'Ich stehe dort hinten'. Jeder versteht schließlich, was damit gemeint ist." - "Das stelle ich keinesfalls in Frage", sagt Henry, "ich finde es nur drollig, das ist alles."
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