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Sprache / Bastian Sick Übersicht / Zwiebelfischiges / Zwiebelfischiges / C.Über das Intrigieren fremder Wörter
 

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Über das Intrigieren fremder Wörter
In Gelsenkirchen gibt es nicht bloß Schalke, sondern auch ein Amphibientheater. So sagt meine Nachbarin Frau Jackmann, und die muss es wissen. Meine Bemühungen um die deutsche Sprache seien zwar ehrenvoll, sagt sie, aber letztlich doch eine Syphilisarbeit. Von Bastian Sick

Kultur SPIEGEL ONLINE  27. September 2006

"Konkurenz ist für uns ein Fremdwort", steht im Schaufenster eines Berliner Textilgeschäfts zu lesen, und man glaubt es dem Besitzer sofort, wenn man berücksichtigt, wie er das Wort "Konkurrenz" geschrieben hat. Weniger glaubhaft ist die Anzeige eines Regalherstellers, in der behauptet wird: "Ästhetik trifft Inteligenz".

Fremdwörter stellen uns immer wieder vor besondere Herausforderungen. Man kann sie verkehrt buchstabieren, ihre Bedeutung missinterpretieren, sie falsch aussprechen (viele Menschen brechen sich regelmäßig bei dem Wort "Authentizität" die Zunge, sodass oft nur "Authenzität" herauskommt) - und vor allem kann man sie leicht verwechseln. Während der Fußball-WM hörte und las man häufig das Wort "Stadium", wenn "Stadion" gemeint war. Einmal stolperte ich auch über das Wort "Erfolgscouch". Das war allerdings nicht in einem Ikea-Katalog, sondern in einem Bericht über den erfolgreichen Coach der Schweizer Nationalmannschaft.

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