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Die weibliche Mut
Mut ist von Alters her eine männliche Eigenschaft. Darum heißt es der Edelmut, der Freimut, der Hochmut. Klare Sache. Doch was ist mit Wörtern wie Anmut, Demut und Schwermut? Die sind weiblich! Sollte der Mut am Ende weniger männlich sein als gedacht? 
Von Bastian Sick

Kultur SPIEGEL ONLINE  30.05.2007

Beim Erlernen einer Fremdsprache ist man überaus dankbar, wenn man anhand bestimmter Endungen das Geschlecht eines Wortes erkennen kann. Im Italienischen zum Beispiel gilt die Regel, dass Wörter, die auf -o enden, männlich sind: il vino, il cappuccino, il palazzo. Wörter auf -a hingegen sind weiblich: la gondola, la signora, la pizza.

Auch im Deutschen gibt es Endungen, die auf das Geschlecht eines Hauptwortes hindeuten. Wörter, die auf -ung enden, sind weiblich: die Ahnung, die Berührung, die Zeitung. (Und wer jetzt einwenden will, das Wort "Kuhdung" sei aber männlich, der läuft Gefahr, auszurutschen und in selbigem zu landen.)

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