Über zwei Wörter stolpere ich in letzter Zeit immer wieder: Das eine lautet "einmal" und das andere "gerne". Das sind zwei ganz gewöhnliche, unspektakuläre Adverbien, die jeder kennt und gern hat und daher nicht nur einmal, sondern womöglich mehrmals täglich gebraucht. Im Dienstleistungsbereich lässt sich der Gebrauch allerdings nicht mehr quantifizieren. "Einmal" ist dort zu einer festen Größe geworden, die zum Verkaufen gehört wie das Kassieren und Verpacken.
"Dann bekomme ich bitte einmal 2,40 Euro von Ihnen!", sagt die Verkäuferin in der Bäckerei, als sie mir die Tüte mit den Brötchen reicht. Warum tut sie das? Warum sagt sie "einmal"? Denkt sie, ich wollte ihr das Geld womöglich zweimal geben? "Einmal die Fahrscheine bitte", brummt der Schaffner im Zug. Streng genommen genügte es, wenn einer der Fahrgäste dem Schaffner zwei Fahrscheine zeigte, denn dann hätte der Schaffner genau einmal mehr als einen Fahrschein zu sehen bekommen, und nichts anderes hat er schließlich verlangt.
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