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Mehrsprachigkeit & Identität II
 Maloche, Schlamassel, meschugge – jiddische Wörter in der deutschen Sprache

 

Bei einigen Wörtern ist uns die Verbindung zur jüdischen Kultur mit ihren Sprachen Jiddisch und Hebräisch bewusst, bei der „Mischpoche“ etwa, der „Chuzpe“, oder wenn uns etwas nicht ganz „koscher“ vorkommt. Bei anderen nehmen wir dies kaum noch wahr, beim „Malocher“ aus dem Ruhrpott zum Beispiel, bei der „Macke“, die jemand hat, beim „miesen“ Wetter, beim „Schmusekurs“ der Regierung oder beim Nachbarn, der gut „betucht“ ist.

1100 Wörter jiddischer Herkunft hat der Sprachwissenschaftler Hans Peter Althaus in seinem Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft zusammengetragen, darunter alte Bekannte wie der „Großkotz“ oder das „Schmiere stehen“, aber auch solche im Deutschen exotisch anmahnenden wie „Machascheife“ („Hexe“) oder „Besomenbüchse“ („Riechsalzdose“, „Parfümflasche“), die lediglich in einigen deutschen Dialekten, Fach- oder Geheimsprachen vorkommen.

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