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Sprachwandel & -politik VII
 Die Macht der verschlüsselten Kommunikation

 

"Sostotrorenongog gogehoheimom!“ hätte Kalle Blomquist, der Meisterdetektiv aus der Feder Astrid Lindgrens in Rorsprache gesagt, wenn eine Botschaft nicht für fremde Ohren bestimmt ist: „Streng geheim!“ Fast alle Kinder kennen und lieben Geheimsprachen und verschlüsselte Botschaften. Ob Löffel-, Erbsen- oder Be-Sprache: Mittels einer konstruierten Sprache kann offen ausgetauscht werden, was sonst niemand hören darf.

Seit Jahrtausenden beschäftigen sich Menschen mit Verschlüsselungstechniken von Sprache und Schrift. Die älteste und auch einfachste Technik ist Atbash, eine hebräische Geheimschrift (600 v. Chr.), die mit dem umgedrehten Alphabet arbeitet. Auch Julius Gajus Caesar erfand eine eigene Verschlüsselungstechnik, den Caesar-Code, damit versandte Botschaften und Nachrichten nicht von Feinden gelesen werden konnten. Zu allen Zeiten waren und sind Geheimsprachen und -schriften ein wichtiges Kommunikationsmittel: Als chiffrierter Code für bedeutsame Mitteilungen und politische Zwecke und als Mittel für soziale Abgrenzung und Gruppenzugehörigkeit.

Geheimsprachen stiften Schutz und Zusammengehörigkeit

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