Zur deutschen Sprache
Die Sprache ist ein Bild der Seele ...
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Zur Person


                      1929
  2 Jahre alt, ahnte ich  noch 
  nicht,  was alles auf mich
  zukommen  wird - und ob und
  wie ich damit zurecht kommen
  werde.

°!  Ein Klick auf das  Bild zeigt mich
     im Jahr 2015.  
              

 

Ulrich Werner

geb.  1927 in Hirschberg/Schlesien; 
         1943 bis September 1945 Flakhelfer in Berlin (Staaken,  
          Spandau), Arbeitsdienst, Kriegsmarine, brit. Gefangenschaft;
          Verlust des Wohnsitzes (Vertreibung der Mutter aus 
          Schlesien), priv.Aufnahme  durch einen  Mitgefangenen in
          Mülheim/Ruhr;   
          nach 6 Monaten Übersiedlung nach Garmisch-Partenkirchen;
1947 Abitur in Garmisch-Partenkirchen;
1948 6 Monate Praktikant im Werkzeugbau der Fa. Radio
         Seibt in München (Handfertigung eines Hammers, einer
         Bügelsäge und einer Spulenwickelmaschine mit Zählwerk); 
1949 bis 1953 Studium an der Technischen Hochschule in
         München, Diplom in Fachrichtung Schwachstrom-
         und Hochfrequenztechnik (Studienbuch), während des
         Studiums tätig in diversen amerikanischen Dienststellen
         in Garmisch (Commissary, Clothingstore, Gärtner,  
         Construktionoffice, Fahrer (Colonal), kaufm.Angestellter,
         Bellboy und  Deskclerk im Eibseehotel, Minijobs);
1953 bis 1960 Projektierung von Fernmeldeanlagen bei
         der Siemens & Halske AG München;
1960 bis 1961 Siemens-Patentabteilung;
1961 bis 1991 Prüfer im Deutschen Patentamt,
         Sachgebiete: Meßgeräte, A/D-Umsetzer (-Wandler),
         Mobilfunk, Satelliten-, Radio- u. Fernsehtechnik,
         Stromversorgungstechnik, Geräte für
         Heilbehandlung, Krankentransport und -lagerung,
         Endoskopie, Zahntechnik und Kreislaufdiagnose,
         Inhalatoren, Regelung u. Steuerung von Öl- und
         Gasfeuerungsanlagen u. a.; Details
         Ausbildung von Prüfern u. Patentanwaltskandidaten
1991 (vorz.) pensioniert  als Regierungsdirektor und Gruppenleiter
.

1966 bis 1974 Leiter von Ausbildungskursen für Prüfer im Deutschen Patentamt; Veröffentlichung mehrerer Artikel in "Mitteilungen der deutschen Patentanwälte"; Themen: Patenterteilungsverfahren, Anmeldebestimmungen für Patente, Prüfungsbescheide, Rückbezug in Unteransprüchen, Rechtsprechung des Patentsenats des BGHs.

An den Wochenenden:
1960 bis 1964 Skilehrer bei Sport-Scheck in München;
1962 bis 1982 Sportreporter beim Bayerischen Fernsehen, über 800 Filmberichte und Reportagen;

Seit 1991 im (Un-)Ruhestand.

Weitere Interessen: Lesen (Zeitgeschehen, Hirnforschung, Medizin, Astronomie, Astrophysik, Technik u.a.), Orgelspielen und Bau einer 3-mamualigen Orgel mit Vollpedal,  Malen (Hinterglas, Öl), Herstellen von Modeschmuck (Perlenketten etc.)  und Steptanz (über 30 öffentliche Auftritte) bis 1.4.2008.

Fortsetzung   Lebenslauf (wird immer wieder ergänzt)

Sprache und Beruf
Die deutsche Sprache und ihr unbedachter und schlampiger Gebrauch in Wort und Schrift hatte schon während meiner Tätigkeit im Deutschen Patentamt meine kritische Aufmerksamkeit erregt. 

Die Tätigkeit eines Prüfers im Deutschen Patentamt (DPA, jetzt DPMA (Patent- und Markenamt) besteht darin, die vom Erfinder offenbarte Erfindung zu prüfen, ob sie weltweit neu, gewerblich verwertbar und erfinderisch ist. Treffen alle Voraussetzungen zu, wird das Patent erteilt. Der Gegenstand des erteilten Patents muß in der Patentschrift, insb. in den Patentansprüchen verständlich und eindeutig angegeben werden. Neben meinem Fachwissen war dabei die Sprache das wichtigste Werkzeug und vor allem die einzige Möglichkeit und Methode, um klare Rechtsverhältnisse zu schaffen.Dadurch sollten und konnten dem Patentinhaber und anderen von der Erfindung Betroffenen  kostereiche Auslegungs- und Verletzungsstreitigkeiten sowie Nichtigkeitsklagen wegen mehrdeutiger oder gar falscher Formulierungen und Ausdrücke in der Patentschrift vermieden werden.

Der Umgang mit der Sprache, das Aus- und Verwerten der Bedeutung einzelner Wörter und Begriffe zum Unterscheiden sich ähnelnder Gegenstände von einander beim Abgrenzen des Neuen (der Erfindung) gegen das bereits Bekannte (Stand der Technik) zwangen mich, die Ausdruckskraft und die Differenzierungsmöglichkeiten der Sprache weitgehend auszunutzen. Ich mußte dabei allerdings mit Bedauern feststellen, daß einige Wörter und Begriffe wegen ihres bedenkenlosen falschen Gebrauchs in der Umgangssprache und der leichtfertigen Legalisierung in den Wörterbüchern, besonders im bekanntesten Wörterbuch, dem Duden, nahezu unbrauchbar waren, um einen technischen Sachverhalt eindeutig zu kennzeichnen. weiter

Während dieser Zeit habe ich eine Institution vermißt, die nicht nur wie der Duden dem "Volk aufs Maul schaut", um die Sprache zu dokumentieren, sondern die auch intensive Sprachaufklärung und -pflege betreibt. Trotz der zahlreichen Veröffentlichungen des Duden und seiner prahlerischen und irreführenden Eigenwerbung als "Sachverwalter der deutschen Sprache" konnte ich ebenso wie sprachbewußte Prüferkollegen im DPA auf häufig wiederkehrende spezielle Fragen vom Duden und seiner kenntnisarmen "Sprachberatung" keine befriedigenden Antworten erhalten. Bei meinen Recherchen in Wörter- und Grammatikbüchern des Duden seit 1934 stieß ich auf Widersprüche, die nur dadurch erklärbar sind, daß Klarheit und Ausdruckskraft der Sprache dem Duden gleichgültig sind. Er widmet sich fast ausschließlich dem Zählen und Dokumentieren der gesprochenen und geschriebenen Wörter und Begriffe und gibt dazu jeweils eine Erläuterung, die teilweise sogar den von ihm dokumentierten Grammatikregeln widerspricht oder sogar unsinnig ist. Sein großer Anteil am Verfall der deutschen Sprache ist offenkundig.

Deshalb schrieb ich im Jahre 2001 einen Offenen Brief an den Duden der bis heute  unbeantwortet geblieben ist und wahrscheinlich auch bleiben wird. Sollte das wider Erwarten der Fall sein, werde ich darüber sofort berichten.

In der zunehmenden Ausbreitung und Benutzung des Internets sah ich eine gute Möglichkeit, auf Schlampereien, nichtssagende Floskeln, Sprechblasen und Sprachverhunzungen in der Umgangssprache und leider auch in den Medien aller Art hinzuweisen. Ich wollte und möchte viele Menschen erreichen und ermuntern, sich im täglichen Umgang miteinander klar und verständlich auszudrücken.

Ulrich Werner, im Oktober 2003

In den Jahren  2014 und 2015  hat sich im Sprachgebrauch nicht viel geändert, der Drang nach Sprachschöpfungen und -verhunzungen wurde sogar stärker. 

Statistik ab 2004



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